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Forschungsprojekt ELKASS

 

Eltern von Kindern mit Autismus-Spektrum-Störungen:

Anforderungen, Belastungen und Ressourcen

 

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Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) führen in nahezu allen Lebensbereichen zu lebenslangen Einschränkungen, die durch Fördermaßnahmen nicht aufgehoben oder vollständig ausgeglichen werden. Eine gezielte, an den Unterstützungsbedürfnissen der Betroffenen und ihrer Familien orientierte Förderung kann jedoch die Passung zwischen den Menschen mit ASS und ihrer Umwelt verbessern und damit ihre Lebensqualität und die ihrer Familien erhöhen. Eine Schlüsselrolle kommt dabei den Eltern zu, die als primäre Bezugspersonen das Lebensumfeld ihres Kindes maßgeblich gestalten. Wie die Eltern mit den Anforderungen, die sich aus der Autismus-Spektrum-Störung ihres Kindes ergeben, zurechtkommen, hat daher nicht nur Auswirkungen auf ihr eigenes Wohlbefinden, sondern ist auch mitentscheidend dafür, wie gut es ihnen gelingt, ihr Kind in seiner Entwicklung zu fördern und ihm ein optimales Lebensumfeld zu schaffen.

Fragestellungen und Ziele des Forschungsprojekts

Das Forschungsprojekt setzt daher bei den Eltern von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit ASS an. Ziel ist es, Aufschlüsse darüber zu gewinnen, inwieweit pädagogisch-therapeutische Fördermaßnahmen dazu beitragen, die Ressourcen der Eltern zur Bewältigung der Anforderungen zu stärken und ihre Belastung zu verringern. Im Forschungsprojekt werden vier Fragestellungen verfolgt:

  • Welche Anforderungen ergeben sich für die Eltern aus der Symptomatik des Kindes?
  • Inwieweit führen diese Anforderungen zu Belastungen der Eltern?
  • Auf welche Ressourcen können Eltern zurückgreifen, um die Anforderungen zu bewältigen?
  • Inwieweit trägt die pädagogisch-therapeutische Unterstützung der Familien dazu bei, die Ressourcen der Eltern zu stärken und ihre Belastung zu reduzieren?

Längsschnittstudie

In Kooperation mit zehn Autismus-Therapie-Zentren (ATZ) wird derzeit eine zweijährige Längsschnittstudie mit Eltern von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit ASS durchgeführt. An der Studie nehmen alle Eltern teil, deren Kind im Erhebungszeitraum eine Therapie in einem der kooperierenden ATZ aufnimmt. Zu vier Erhebungszeitpunkten im Abstand von vier Monaten werden sowohl die Eltern, als auch die betreuenden Therapeuten/innen befragt, um Veränderungen der individuellen Anforderungs-, Belastungs- und Ressourcenprofile der Eltern im Therapieverlauf zu ermitteln.

 

Konzept der Längsschnittstudie

Zur Aufklärung des Zusammenhangs zwischen den Anforderungen und Belastungen der Eltern werden Ressourcen der Eltern erfasst. Die elterlichen Ressourcen stellen Schutzfaktoren dar, die verhindern, dass hohe Anforderungen zu Stress und Belastungen führen. Im Forschungsprojekt ELKASS wird überprüft, inwieweit durch die pädagogisch-therapeutische Unterstützung der Familien die Ressourcen der Eltern gestärkt werden. Im Rahmen der Längsschnittstudie werden individuelle, familiäre und soziale Ressourcen der Eltern erhoben.

Familienbild ELKASS

Individuelle Ressourcen

  • Bewältigungsstrategien der Eltern
  • Selbstwirksamkeitsüberzeugungen in der Erziehung

Familiäre Ressourcen

  • Kommunikation in der Familie
  • Qualität der Partnerschaft

Soziale Ressourcen

  • Verfügbarkeit sozialer Unterstützung

Um zu überprüfen, inwieweit die Unterstützung, die die Eltern erhalten, dazu beiträgt, die elterlichen Ressourcen zu stärken, werden drei Bereiche der pädagogisch-therapeutischen Unterstützung erfasst:

  1. Die Art und der Umfang der Förderung, die die Eltern in den Autismus-Therapie-Zentren erhalten
  2. Die Qualität der therapeutische Beziehung
  3. Die Expertise der Therapeutin bzw. des Therapeuten

 

Kooperationspartner des Forschungsprojekts

Das Forschungsprojekt wird von der Stiftung Autismus Deutschland und den zehn teilnehmenden Autismus-Therapie-Zentren finanziert:

 

Arbeitstagungen mit den beteiligten Autismus-Therapie-Zentren

Bisher fanden zwei Tagungen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der beteiligten Autismus-Therapie-Zentren statt. Ziel der Tagungen war es, die Ergebnisse des Forschungsprojekts mit den Fachleuten aus der Praxis zu diskutierten und gemeinsam neue Perspektiven in Forschung und Praxis zu entwickeln.

 



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Kontakt

Prof. Dr. Heinrich Tröster

Projektleitung

Tel: +49 231 755 4588

 

Dr. Sarah Lange

Projektkoordination

Tel: +49 231 755 5582

 

Stefanie Krawinkel, Dipl.-Psych.

Tel: +49 231 755 6508

 

Christin Oberfeld, M.A.

z.Z. in Elternzeit

Tel: +49 231 755 4672

 

Teresa Mann, M.A.

Tel: +49 231 755 4672

 

Fakultät Rehabilitationswissenschaften

Rehabilitationspsychologie

Emil-Figge-Str. 50

44221 Dortmund