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Master Rehabilitationswissenschaften ab Wintersemester 2020/21

 

Der Master-Studiengang Rehabilitationswissenschaften ist forschungsbasiert, zukunftsorientiert, anwendungsbezogen. Diese Orientierungen sind prägend für seine Konzeption und Modulstruktur.

 

 Bild 2

 

  • Der Studiengang ist forschungsbasiert.
    Ziel rehabilitationswissenschaftlicher Forschung ist wissenschaftlicher Erkenntnisgewinn, um darüber einen Mehrwert für Menschen mit Unterstützungsbedarf zu erlangen. Die Planung und Reflexion empirischer Untersuchungen, Forschungsdesigns und -methoden sind deshalb zentrale Gegenstände des Studiengangs im Basisbereich. Neben forschungsbasierten Modulen werden ebenso für soziale Masterstudiengänge zentrale Thematiken wie zielgruppengerechte Kommunikation sowie Ethik und Management in rehabilitationswissenschaftlichen Kontexten behandelt.

  • Der Studiengang ist zukunftsorientiert.
    Eine inklusive Gesellschaft ist eines unserer großen Zukunftsthemen. Der Studiengang Rehabilitationswissenschaften reagiert im Profilbereich auf diese aktuelle gesellschaftliche Aufgabe mit zukunftsorientierten inhaltlichen Schwerpunkten.

  • Der Studiengang ist anwendungsbezogen.
    Der Wert wissenschaftlicher Erkenntnisse liegt im Transfer auf die Praxis. Deshalb ist ein konsequenter Anwendungsbezug durchgängiges Merkmal des Studiengangs in allen seinen Elementen: Forschungspraxis im Basisbereich, Projektmodul im Profilbereich und Masterthesis, mit der eigenständig eine anwendungsbezogene wissenschaftliche Fragestellung bearbeitet wird.

 

Das Studium Rehabilitationswissenschaften, M.A.
  • vermittelt Fähigkeiten, Diagnostik und Förderung sowie Konzepte zur Teilhabe oder Nutzung technologischer Assistenzen nachhaltig zu planen, evidenzbasiert zu implementieren und evaluieren sowie forschungsbasiert weiterzuentwickeln,
  • qualifiziert für gehobene Tätigkeiten in ausgewählten Bereichen von Versorgung (Prävention und Rehabilitation im Gesundheits-, Sozial- und Rehabilitationssystem), Verwaltung (Leistungsträger und -erbringer), Politikberatung (Sozialplanung und -gestaltung) und Wissenschaft (Universitäten, Hochschulen, Institute),
  • bereitet auf die Übernahme von Leitungsverantwortung, Konzeptentwicklung, Prozess- und Forschungssteuerung sowie Ergebnisanalyse vor,
  • leitet zum offenen und flexiblen Umgang mit gesellschaftlichen und sozialen Herausforderungen an und trägt zum innovativen Wandel moderner Demokratischer Gesellschaften bei.

 

 

 Allgemeine Informationen

 

 Aufbau des Studiengangs

 

 Module

 

 Prüfungen

 

 Masterarbeit

 

 

 

 

 

 alle mit * gekennzeichneten Dokumente sind vorläufige Entwürfe

 

Zulassungsvoraussetzungen
  • Ein abgeschlossenes Bachelor-Studium in Rehabilitationspädagogik, Sonder- oder Heilpädagogik oder ein Abschluss in affinen Studiengängen.
  • Die Anerkennung vergleichbarer Studienabschlüsse erfolgt durch den Prüfungsausschuss.
  • Bachelor-Abschlussnote: mind. Gut 2,3
     
  • Für Bewerber_innen, die ihren BA-Abschluss an der TU Dortmund erworben haben: der Antrag zur Änderung des Studiums ist bis zum Freitag vor Vorlesungsbeginn beim Studierendensekretariat einzureichen.
  • Für Bewerber_innen, die ihren BA-Abschluss nicht an der TU Dortmund erworben haben: Online-Einschreibung über das Studierendensekretariat sowie Einreichen aller nötigen Unterlagen bis zum 01.10. des Studienjahres.
  • Bei Bewerber_innen, die bis zum 01.10. des Studienjahres noch kein Abschlusszeugnis vorlegen können, dient eine Bescheinigung, dass die Abschlussarbeit mit mindestens "ausreichend" (4,0) bestanden ist, als Grundlage für die Zulassung.
  • Zur Online-Einschreibung https://www.tu-dortmund.de/studieninteressierte/bewerbung-und-einschreibung/master-studium/?L=0

 

  • Es wird empfohlen, bei Studienbeginn eine angemessene Berufserfahrung in Feldern der Behindertenhilfe und der sozialen Rehabilitation zu erwerben und/oder parallel zum Studium einer einschlägigen Berufstätigkeit nachzugehen.
     

Studienbeginn


Das Masterstudium kann nur zum Wintersemester aufgenommen werden.

 
 

Aufbau des Studiums


Der Masterstudiengang ist modular aufgebaut. Das Studium gliedert sich in Basismodule und in den Profilbereich, der drei Profile umfasst. Ein Profil wird als Vertiefung gewählt.

Die fünf Basismodule (40 Leistungspunkte (LP)) sind verpflichtend für alle Studierenden.

Im Profilbereich kann aus drei Profilen ein Schwerpunkt gewählt werden. In einem Profil müssen 32 Leistungspunkte studiert werden. Die Einführungsmodule der drei Profile (je 6 LP) sind verpflichtend für alle Studierenden.

Für die Masterarbeit sind 30 Leistungspunkte vorgesehen.

 

Bild 3

Abbildung: Studienaufbau im MA-Rehabilitationswissenschaften 2020

 

Basismodule


Folgende fünf Basismodule sind verpflichtend für alle Studierenden:

  • Profession, Ethik und Management in rehabilitationswissenschaftlichen Handlungsfeldern
  • Inklusion und Teilhabe in rehabilitationswissenschaftlicher Forschung und Praxis
  • Forschungsdesigns und Forschungspraxis
  • Datenauswertung und Ergebnisinterpretation
  • Zielgruppengerechte Kommunikation

Die Basismodule sollen den Studierenden eine Vertiefung in fachspezifisches Denken geben, um komplexe rehabilitationswissenschaftliche Fragestellungen, pädagogische Prozesse sowie organisatorische und institutionelle Rahmenbedingungen konzipieren und gestalten zu können.

Die Basismodule orientieren sich an Themen, die für pädagogische bzw. soziale Masterstudiengänge erforderlich sind und die auf Funktionen und Tätigkeiten im weiteren (Wissenschafts-)Management vorbereiten. Darüber hinaus werden Kenntnisse von empirischen Forschungsmethoden (qualitativ und quantitativ) erweitert und vertieft.

Der Forschungsorientierung des Masterstudiengangs entsprechend erwerben die Studierenden Fähigkeiten in der Planung, Durchführung und Evaluation von Forschungsprojekten unterschiedlicher Dimension und Zielsetzung. In der Forschungspraxis können sie Erfahrungen in der Rolle der Forscher_innen sammeln und unter ethischen und professionstheoretischen Gesichtspunkten reflektieren.

 

Profilbereiche

Der Profilbereich startet für jeden Studierenden im ersten Semester, wobei zunächst alle Einführungsmodule der drei Profile studiert werden müssen. Somit ist gewährleistet, dass die Studierenden einen Überblick über aktuelle und mögliche Themen der einzelnen Profile gewinnen.

Insgesamt wird der Profilbereich im Umfang von 50 Credits studiert. 18 Leistungspunkte entfallen auf die drei Einführungsmodule und 32 Leistungspunkte auf das gewählte Profil.

Der Profilbereich vertieft und spezialisiert das fachliche Wissensspektrum vor dem Hintergrund der UN-BRK, dem Bundesteilhabegesetz und der modernen Informationsgesellschaft. Als Profile können gewählt werden:

  • Digitalisierung und Technologie zur Teilhabe
  • Entwicklung und Bildung über die Lebensspanne
  • Teilhabe und Inklusion in Arbeit und Gesundheit

 Bild 4

Abbildung: Profile und deren Modulstruktur im Masterstudiengang Rehabilitationswissenschaften

 

Jedes Profil weist dieselbe Grundstruktur auf und ist in vier Module untergliedert (Abb. XX), wobei das Einführungsmodul für alle Studierende verpflichtend ist. Im Anschluss an die Absolvierung aller Einführungsmodule wird dann nach individueller Präferenz ein Profil ausgewählt. Es folgen im zweiten Modul Modelle und Konzepte der Diagnostik und Analyse des entsprechenden Profils. Im dritten Modul sollen Kenntnisse zur profilspezifischen Intervention bzw. Implementation erworben werden, um im letzten Modul in einem in Kleingruppen durchgeführten Projekt (Projektmodul) das erworbene Wissen weitgehend selbstständig anzuwenden und im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie zu vertiefen.

 

Profil „Digitalisierung und Technologien zur Teilhabe“ (DTT)

Die Durchdringung von zunehmend allen Lebensbereichen durch Technologien ist für Wissenschaft und Forschung wie auch für alle Menschen im Alltag von großer Relevanz. Vernetzte Systeme, Smart-Home, Sprachsteuerungssysteme auch Roboter nehmen vermehrt Einzug in den Alltag. Für Menschen mit Behinderungen oder Benachteiligungen ergeben sich durch neue Technologien und Systeme Möglichkeiten, aber auch Risiken in Form neuer gesellschaftlicher Benachteiligungen. Damit einher gehen viele Fragen, welche derzeit noch unbeantwortet sind (z.B. nach Einsatzszenarios, Akzeptanz und Ethik). Das Profil soll einen Beitrag dazu leisten, Chancen und Risiken moderner Technologien und Systeme zur Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und/oder Beeinträchtigungen auf wissenschaftlicher Basis zu identifizieren und Anwendungskontexte optimal zu gestalten.

Im Einführungsmodul wird zunächst ein Überblick über das Themenfeld „Technologie und Digitalisierung“ gegeben. In den weiteren Modulen werden die Inhalte dann thematisch vertieft und aus verschiedenen wissenschaftstheoretischen Perspektiven betrachtet. Zusätzlich werden grundlegende Programmierungskompetenzen erworben, um die Funktionsweise technischer Systeme kennenzulernen. In einem abschließenden Projektmodul wird unter Berücksichtigung technischer, sozialer und rechtlicher Aspekte der Einsatz eines technischen Systems im praktischen Anwendungskontext erprobt und evaluiert.

 

Profil „Entwicklung und Bildung über die Lebensspanne“ (EBL)

Der Umgang mit Heterogenität und Diversität spielt im Bereich Bildung sowie im Alltag eine immer wichtigere Rolle. Behinderungen und/oder Benachteiligungen stellen dabei nur eine von mehreren Facetten von Heterogenität dar. Um allen Menschen eine größtmögliche Partizipation an Bildungs- und Lebensprozessen zu eröffnen, stellt sich für den rehabilitationswissenschaftlichen Kontext die Herausforderung, Wissens- und Entwicklungsstände zuverlässig identifizieren zu können sowie geeignete Maßnahmen zur Prävention oder Intervention auszuwählen und durchführen zu können.

Im Einführungsmodul wird zunächst ein Überblick über den Bereich „Entwicklung und Bildung über die Lebensspanne“ gegeben. Im Modul „Entwicklung und Bildung über die Lebensspanne: Diagnostik“ werden Themen der Diagnostik in den Bereichen Bildung und Verhalten vertieft. Das Modul „Entwicklung und Bildung über die Lebensspanne: Prävention und Intervention“ legt den Schwerpunkt auf die Vermittlung von Kompetenzen zu Präventions- und Interventionsmaßnahmen sowie deren Evaluation. Im abschließenden Projektmodul werden die Konzeption sowie der Einsatz diagnostischer Verfahren und Fördermaßnahmen im forschungspraktischen Anwendungskontext erprobt und evaluiert.

 

Profil „Teilhabe und Inklusion in Arbeit und Gesundheit“ (TAG)

Dieses Profil resultiert aus den gesellschaftlichen Entwicklungen und Debatten von Arbeit und Gesundheit bei Behinderung. Neue Formen der Erwerbsarbeit, geänderte Konzepte zur Teilhabe an Arbeit, wandelnde Vorstellungen von Gesundheit sind Themen, die diverse Denkweisen und Lösungen im Kontext von Menschen mit Behinderungen oder von Behinderung bedroht sind, professionelle Strategien, Herangehensweisen wie fundierte wissenschaftliche Betrachtungsweisen für eine Gesellschaft für alle erfordern.

In den Lehrinhalten stehen Konzepte, Theorien und Programme zur Teilhabe und Inklusion in Arbeit und Gesundheit im Mittelpunkt. Verschiedene sozial- und gesellschaftswissenschaftliche Bezugsdisziplinen bilden die Folie für den Überblick von traditionellen wie aktuellen Herangehensweisen zur Schaffung von Teilhabeoptionen in relevanten Lebensbereichen oder bedeutenden Lebensdimensionen. Sie zielen darauf ab, für die benannten Bereiche Arbeit und Gesundheit den relevanten gesellschaftlichen Wandel zu erfassen (Makro-Ebene), seine Wirkungen auf die strukturellen und individuellen Faktoren zu erkennen und zu verstehen (Meso- und Mikro-Ebene), um Bedarfslagen, Kompetenzen und Bedürfnisse zu identifizieren und entsprechend der jeweiligen Ressourcen erste Maßnahmen abzuleiten.

 

Alle Profilbereiche beinhalten ein Projektmodul. Im Rahmen dieser Projektmodule haben die Studierenden die Aufgabe, ein Projekt orientiert am jeweiligen Themenschwerpunkt des Profilbereichs in einer Kleingruppe eigenständig zu erarbeiten. Dies beinhaltet die Entwicklung einer Fragestellung und eines Projektdesigns, die Durchführung des Projekts sowie die Darstellung wie Reflektion der Ergebnisse. Die Projektthemen ermöglichen Problem-, Praxis-, Prozess-, Handlungs- und Forschungsbezüge zu reflektieren, sie in den wissenschaftliche Diskurs einzuordnen und entsprechend aufzubereiten. Darüber hinaus werden Schlüsselkompetenzen wie Projektkoordination, Kommunikations-, Diskussions- und Kooperationsfähigkeit, Konsensbildung und Konfilktbewältigung gestärkt.

 

Masterarbeit

Die Anmeldung zur Masterarbeit (Thesis) kann nach dem Erwerb von 60 LP erfolgen. Sie sollte im vierten Semester wahlweise im gewählten Profil oder im Bereich der Basismodule geschrieben werden.

Die Bearbeitungszeit beträgt 22 Wochen. Es werden 30 LP vergeben (vgl. PO-MA § 17 ff.).

Die Masterarbeit sollte einen Umfang von 125 Seiten nicht überschreiten.

Die Arbeit kann von jedem_r Professor_in, Juniorprofessor_in und jedem_r Habilitierten des Faches, der_die in Forschung und Lehre in der Fakultät Rehabilitationswissenschaften tätig ist, ausgegeben und betreut werden. Andere Wissenschaftler_innen (nach §95/1 HG) können mit Zustimmung des Prüfungsausschusses zum_r Betreuer_in bestellt werden.

 
 

Mentoring


Für die Studierenden im Masterstudiengang Rehabilitationswissenschaften bietet die Fakultät ein spezielles Mentoring-Programm an, um den Übergang in den Beruf bzw. die Wissenschaft individuell zu begleiten, vorzubereiten  und zu unterstützen.

 

Das Mentoring-Programm ist ein Zusatzangebot, das auf freiwilliger Basis genutzt werden kann. Für die Teilnahme ist eine vorherige Bewerbung erforderlich.

Mentoring ist eine Methode der individuellen Personalentwicklung und beinhaltet die Unterstützung einer beruflich weniger erfahrenen Person - genannt Mentee - durch eine beruflich weitaus erfahrenere Person - den_die Mentor_in. Mentoring ist mehr als ein Praktikum, da im Mentoring die Individualität und persönliche Potenzialentwicklung der Mentees im Vordergrund steht. Zudem besteht die Tandembeziehung  zwischen Mentee und Mentor_in über einen längeren Zeitraum, der einen vertrauten Rahmen bietet, um die persönliche und berufliche Entwicklung zu besprechen.

 

Die Mentor_innen sind berufserfahrene Akademiker_innen  aus den Bereichen

  • universitäre und außeruniversitäre Forschung
  • Personal- und Führungskräfteentwicklung
  • Personen, die Leitungsfunktionen in Institutionen der Rehabilitation innehaben
     
Ablauf


Das Programm läuft über die Dauer eines Jahres und umfasst insbesondere das One-to-one-Mentoring: Mentee und Mentor_in bilden ein Mentoring-Tandem für die Dauer eines Jahres.

Bei regelmäßiger und aktiver Teilnahme am Mentoring-Programm wird an die Mentees ein Zertifikat vergeben.

 

Bewerbung


Um am Mentoring-Programm teilnehmen zu können, müssen Studierende einen Bewerbungsbogen ausfüllen und einen Lebenslauf sowie ein Motivationsschreiben verfassen. So kann gewährleistet werden, dass das Mentoring auf die individuellen Bedürfnisse der Teilnehmer_/innen (Mentees) abgestimmt wird. Da das Mentoring über einen längeren Zeitraum verläuft, wird mit Bewerbung bzw. Zulassung zudem auch eine gewisse Verbindlichkeit der Teilnahme von den Mentees erwartet.

 

Anprechpartner für das Mentoring ist die Studienkoordination.

Learning-Teaching-Agreement


Im Rahmen der Learning-Teaching-Agreements werden der Austausch und der Kontakt zwischen Lehrenden und Studierenden gefördert. Zu Beginn des Betreuungsverhältnisses werden die möglichen Inhalte und Schwerpunkte des Learning-Teaching-Agreements gemeinsam vereinbart. Der Austausch findet regelmäßig während des Semesters statt, wobei unterschiedliche Themen und Anliegen bei diesen Treffen besprochen werden können: z. B. allgemeine Ratschläge zum Studium, aktuelle fachliche Themen und Tagungen, Qualifikations- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Einblicke in laufende Forschungsprojekte der Lehrenden, Herangehensweisen bei Veröffentlichungen etc.

Koordinator für das Learning-Teaching-Agreement ist die Studienkoordination.