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Bachelor Lehramt für sonderpädagogische Förderung (Studienbeginn ab Wintersemester 2016/17)

 

Das Lehramt für sonderpädagogische Förderung berechtigt zum Erteilen von Unterricht an Förderschulen sowie an anderen Schulformen entsprechend der fachlichen und sonderpädagogischen Anforderungen.

Der Zugang zum Lehramt für sonderpädagogische Förderung führt über die Studiengänge Bachelor/ Master Lehramt für sonderpädagogische Förderung. Um den Vorbereitungsdienst antreten zu können, ist daher ein Absolvieren beider Studiengänge erforderlich.

 

Das Studium vermittelt:

  • grundlegende berufliche Kompetenzen für Unterricht und Erziehung, Beurteilung und Beratung sowie Evaluation und Qualitätssicherung,
  • Denk-, Handlungs- und Reflexionsweisen der schulischen Praxis,
  • grundlegende Kenntnisse und Fähigkeiten zur Feststellung sonderpädagogischen Förderbedarfs und der Erstellung individueller Förderpläne.

 

 

      Allgemeine Informationen

 

      Aufbau des Studiengangs

 

      Module

 

      Prüfungen

 

      Bachelorarbeit

 

 

 

 

 

 

 

Zulassungsvoraussetzungen

  • Allgemeine Hochschulreife oder eine sonstige Qualifikation im Sinne des § 49 HG
  • Bewerbungsfrist 15. Juli eines jeden Jahres
  • Online-Bewerbung
  • allgemeines Auswahlverfahren der TU Dortmund (Orts-NC)

 

Das Studium des Bachelor Lehramt für sonderpädagogische Förderung kann nur im Wintersemester aufgenommen werden. Eine Einschreibung erfolgt nur bei zugewiesenem Studienplatz durch das Studierendensekretariat der TU Dortmund

 

 

Aufbau des Studiums

Die Bachelorphase umfasst sechs Semester Regelstudienzeit und 180 Credits. Nach einem erfolgreichen Bachelorabschluss kann ein Masterstudium mit dem Abschluss Master of Education begonnen werden. Nur mit einem erfolgreichen Masterabschluss kann der Vorbereitungsdienst aufgenommen werden.

Das Studium umfasst neben dem Studium der zwei sonderpädagogischen Fachrichtungen allgemeine Grundlagen von Theorie und Praxis der Rehabilitation. Zusätzlich werden zwei Unterrichtsfächer sowie bildungswissenschaftliche Anteile studiert. Eines der Unterrichtsfächer muss Mathematische Grundbildung, Sprachliche Grundbildung, Deutsch oder Mathematik sein.

 

Die 180 Credits verteilen sich wie folgt:

  • 1. Förderschwerpunkt: 34 Credits
  • 2. Förderschwerpunkt: 36 Credits
  • Bildungswissenschaften: 20 Credits
  • Unterrichtsfach I: 38 Credits
  • Unterrichtsfach II: 38 Credits
  • DaZ (Deutsch für Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte): 6 Credits
  • Bachelorarbeit: 8 Credits

 

Als erste sonderpädagogische Fachrichtung können der Förderschwerpunkt Lernen, der Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung oder der Förderschwerpunkt Sehen (FS S: begrenztes Studienplatzangebot) gewählt werden.

Bei der Kombination Förderschwerpunkt Lernen oder  Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung kann als zweite sonderpädagogische Fachrichtung der jeweils andere Förderschwerpunkt oder einer der folgenden Förderschwerpunkte gewählt werden: Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung, Förderschwerpunkt Sehen, Förderschwerpunkt Sprache.

Bei dem Förderschwerpunkt Sehen kann als zweite sonderpädagogische Fachrichtung entweder der Förderschwerpunkt geistige Entwicklung oder der  Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung gewählt werden.

 

Förderschwerpunkte

Förderschwerpunkt Lernen

Der Förderschwerpunkt Lernen stellt die Vermittlung von Kompetenzen zur Diagnose und individuellen Förderung von Schüler_innen unter erschwerten Lern- und Lebenssituationen in inklusiven Settings und an Förderschulen in den Mittelpunkt. Schwerpunkte des Studiums bilden neben grundlegenden Theorien und Modellen im Förderschwerpunkt Lernen Didaktik und Methodik des Unterrichts in heterogenen Lerngruppen, insbesondere Konzepte zur inneren Differenzierung und des kooperativen Lernens, Diagnostik und individuelle Förderung in den Lernbereichen Sprache und Mathematik sowie soziales Lernen, Berufsorientierung, neue Medien und geschichtliches und politisches Lernen.

 

Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung

Der Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung beschäftigt sich mit Störungen im emotionalen Erleben und sozialem Verhalten. Neben begrifflichen und konzeptuellen Grundlagen zielt das Studium auf die Vermittlung von wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen zu Erscheinungsformen und Diagnostik, Erklärungsmodellen sowie zur Prävention und Intervention von Störungen der sozialen und emotionalen Entwicklung in inklusiven Kontexten von Bildung/Erziehung, Arbeit und Gesundheit. Die Studierenden entwickeln insbesondere Kompetenzen in den Bereichen Beratung, Diagnostik, Unterricht, Förderung sowie Evaluation und wenden diese in (schul-)praktischen Zusammenhängen an.

 

Förderschwerpunkt geistige Entwicklung

Der Förderschwerpunkt geistige Entwicklung thematisiert die Erziehungs- und Bildungsbedarfe von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung und/oder mit hohem Unterstützungsbedarf und deren Teilhabe an Kultur und Gesellschaft. Im Mittelpunkt stehen  die Vermittlung pädagogisch-professioneller Handlungsmöglichkeiten entlang der verschiedenen Lebensphasen sowie didaktische Fragen der Lern- und Entwicklungsbedarfe dieses Personenkreises.

 

Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung

Beeinträchtigungen der körperlichen und motorischen Entwicklung sind in Art und Schweregrad vielfältig. Sie wirken sich fast und immer auf grundlegende Lern- und Entwicklungsbereiche aus und können mit vielfältigen Folgen und Begleiterscheinungen in der Wahrnehmung, der Kommunikation und der Kognition verknüpft sein. Das Studium im Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung setzt sich differenziert mit den jeweiligen Umwelten auseinander. Spezifische Kompetenzen werden dabei zum Beispiel im Bereich der medizinischen Grundlagen, der unterstützten Kommunikation, der inklusiven Medienbildung, des Parasports und der Bewegung sowie bei der Gestaltung von Bildungsprozessen mit Schüler_innen mit komplexen Beeinträchtigungen oder mit lebensverkürzten Erkrankungen erworben.

 

Förderschwerpunkt Sehen

Der Förderschwerpunkt Sehen beschäftigt sich mit Blindheit, Sehbeeinträchtigungen und visueller Wahrnehmung. Schwerpunkte im Studium sind Neurowissenschaften, Prinzipien der visuellen Wahrnehmung, funktionale Diagnostik des Sehens, Entwicklungs- und Aneignungsbedingungen bei Blindheit und differenter visueller Wahrnehmung, Selbstbestimmung, didaktische Kompetenzen im Anfangsunterricht (Kulturtechniken) und in herausfordernden Unterrichtsfächern (Kunst, Sport, Naturwissenschaften). Spezifische Fragen inklusiven Unterrichts, Frühförderung von Kindern mit Blindheit und Sehbeeinträchtigung wie auch Themen von Sehverlust finden im Studium Berücksichtigung.

 

Förderschwerpunkt Sprache und Kommunikation

Der Förderschwerpunkt Sprache und Kommunikation fokussiert den sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf von Kindern und Jugendlichen, deren Erwerb der Sprach- und Kommunikationsfähigkeit so umfänglich beeinträchtigt  ist, dass diesem mit Hilfe allgemein pädagogischer Förderung nicht hinreichend entsprochen werden kann. Diese Beeinträchtigungen können spracherwerbsspezifisch sein oder als Folge intellektueller sowie sozio-kultureller Bedingungen entstehen. Ziele der sprachheilpädagogischen Intervention sind sowohl die Ermöglichung der sozialen Teilhabe in alltäglichen Sprachhandlungssituationen als auch die Nutzung von Sprache in unterschiedlichen Registern (wie Fachsprache und Bildungssprache) für den Aufbau und die Strukturierung von Wissen in allen schulischen Bildungsprozessen. Das Studium vermittelt grundlegende Einsichten in den Spracherwerb, mögliche Entstehungsbedingungen für dessen Beeinträchtigungen, sprachdiagnostische Verfahren sowie sprachheilpädagogische und evidenzbasierte Förderkonzepte. Darauf aufbauend werden Adaptionsmöglichkeiten dieser Konzepte auf unterschiedliche Fachdidaktiken sowie inklusive und exklusive Settings erarbeitet.

 

 

Praxisphasen

Im Bachelorstudium werden zwei Praktika abgeleistet:

  • fünfwöchiges Eignungs- und Orientierungspraktikum
  • vierwöchiges außerschulisches Berufsfeldpraktikum

Beide Praktika werden für das Lehramt für sonderpädagogische Förderung von der Fakultät 13 angeboten. Zu beiden Praktika wird eine Begleitveranstaltung besucht.

Das Lehrerausbildungsgesetz schreibt vor alle praktischen Ausbildungselemente durch ein Portfolio zu dokumentieren. Das Portfolio Praxiselemente wird entsprechend vom Eignungs- und Orientierungspraktikum bis zum Abschluss des Vorbereitungsdienstes ausbildungsbegleitend geführt und ist verpflichtender Studienanteil im Rahmen der Lehrerausbildung. Die Studierenden sind eigenständig verantwortlich für die Ausarbeitung der Portfolioinhalte.

Die FAQ zu den Praxisphasen finden Sie hier.

 

Credits, Studien- und Prüfungsleistungen

Der Studiengang ist modular aufgebaut. Zu Modulen sind Lehrveranstaltungen gebündelt, die inhaltlich in einem Zusammenhang stehen und denen eine festgelegte Zahl von Credits zugeordnet ist. Pro Semester können durchschnittlich 30 Credits, pro Studienjahr 60 Credits erworben werden. Credits werden erst nach dem Abschluss des jeweiligen Moduls vergeben.

 

Zum Erwerb der Credits werden in studienbegleitender Form Studien- und Prüfungsleistungen erbracht. Credits werden nur für nachgewiesene Studien- und Prüfungsleistungen vergeben, nicht jedoch für das formale Belegen einer Lehrveranstaltung.

Die jeweiligen Formate der Studien- und Prüfungsleistungen sind in der Regel im Modulkatalog und in den Prüfungsübersichten (beides ist im Studienbuch zu finden) vermerkt. Prüfungsleistungen werden benotet, für Studienleistungen wird keine Note vergeben.

 

Studien- und Prüfungsleistungen können zum Beispiel sein:

  • Klausuren
  • Mündliche Prüfungen, Referate/Präsentationen
  • Testierte Praktikumsleistungen
  • Portfolios
  • Vorträge auf der Basis schriftlicher Ausarbeitungen
  • Schriftliche Arbeiten, Hausarbeiten

 

Studien- und Prüfungsleistungen erfordern immer eine Anmeldung über das Online-Portal BOSS (www.boss.tu-dortmund.de). Die Anmeldung kann ab ca. 6 Wochen vor der jeweiligen Prüfung vorgenommen werden. Die genauen Anmeldetermine werden jeweils bekannt gegeben.

Prüfungsrelevante schriftliche Ausarbeitungen von Seminarvorträgen, Hausarbeiten etc. müssen bis spätestens zum Ende des Semesters (nicht der Vorlesungszeit!) eingereicht werden.

Bei Krankheit am Prüfungstermin ist der Prüfungsverwaltung der TU Dortmund Dez. 4 unverzüglich (bis spätestens 7 Tage nach dem Termin) ein Attest einzureichen. Andernfalls wird die Prüfung als Nicht-Bestanden gewertet. Bestandene Prüfungen können nicht wiederholt werden.

 

Für die Teilnahme an den Veranstaltungen ist eine Anmeldung über das elektronische Vorlesungsverzeichnis (LSF, www.lsf.tu-dortmund.de) erforderlich. Der Anmeldezeitraum wird rechtzeitig angekündigt.

Innerhalb eines Moduls kann aus inhaltlichen Gründen die Einhaltung einer bestimmten Reihenfolge der dazugehörigen Lehrveranstaltungen vorgeschrieben werden.

 

Bachelorarbeit

Die Bachelorarbeit kann entweder in einem Unterrichtsfach, in einem Lernbereich, in einer beruflichen Fachrichtung , in einer sonderpädagogischen Fachrichtung oder in den Bildungswissenschaften angefertigt werden.

Wird die Bachelorarbeit in einer sonderpädagogischen Fachrichtung angefertigt, kann sie ab dem fünften Semester oder nach Erreichen von 46 Credits geschrieben werden. Ihr Umfang sollte max. 50 Seiten (= 2.500 Anschläge pro Seite) betragen.

 

Alles Weitere zur Bachelorarbeit regelt § 22 BAPO.

 

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