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Bachelor Lehramt an Berufskollegs und Bachelor Lehramt an Gymnasium und Gesamtschule mit Fach Sonderpädagogik (Studienbeginn ab Wintersemester 2016/17)

 

Das Lehramt an Berufskollegs sowie das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen  berechtigt zum Erteilen von Unterricht an diesen Schulen sowie an anderen Schulformen entsprechend der fachlichen und sonderpädagogischen Anforderungen.

Der Zugang zum Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen und dem Lehramt für Berufskollegs mit Fach Sonderpädagogik führt über die Studiengänge des Bachelors und darauf aufbauendem Master Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen sowie den Master Lehramt an Berufskollegs. Um den Vorbereitungsdienst antreten zu können, ist ein Absolvieren von Bachelor und Master erforderlich. Zudem ist für das Lehramt an Berufskollegs für den Zugang zum Vorbereitungsdienst eine einschlägige fachpraktische Tätigkeit im Umfang von 52 Wochen Dauer nachzuweisen.

 

Das Studium vermittelt:

  • grundlegende berufliche Kompetenzen für Unterricht und Erziehung, Beurteilung und Beratung sowie Evaluation und Qualitätssicherung,
  • Denk-, Handlungs- und Reflexionsweisen der schulischen Praxis,
  • grundlegende Kenntnisse und Fähigkeiten zur Feststellung sonderpädagogischen Förderbedarfs und der Erstellung individueller Förderpläne.

 

 

 Allgemeine Informationen

 

 Aufbau des Studiengangs

 

 Module

 

 Prüfungen

 

 Bachelorarbeit

 

 

 

 

 

 

 

 

Zulassungsvoraussetzungen

  • Allgemeine Hochschulreife oder eine sonstige Qualifikation im Sinne des § 49 HG
  • Bewerbungsfrist 15. Juli eines jeden Jahres,
  • Onlinebewerbung
  • allgemeines Auswahlverfahren der TU Dortmund (Orts-NC)

 

Das Studium des Bachelor Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen und des Bachelors Lehramt an Berufskollegs mit Fach Sonderpädagogik kann nur im Wintersemester aufgenommen werden. Eine Einschreibung erfolgt nur bei zugewiesenem Studienplatz durch das Studierendensekretariat der TU Dortmund.

 

 

Aufbau des Studiums

Die Bachelorphase umfasst sechs Semester Regelstudienzeit und 180 Credits. Nach einem erfolgreichen Bachelorabschluss kann ein Masterstudium mit dem Abschluss Master of Education begonnen werden. Nur mit einem erfolgreichen Masterabschluss können Sie in den Vorbereitungsdienst aufgenommen werden.

Das Bachelorstudium Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen setzt sich aus zwei Fächern zusammen. Anstelle eines Faches kann einer der folgenden Förderschwerpunkte studiert werden: Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung oder  Förderschwerpunkt Sehen.

Das Bachelorstudium Lehramt an Berufskollegs setzt sich aus zwei Unterrichtsfächern und einer großen Fachrichtung und einer kleinen beruflichen Fachrichtung zusammen. Im erstgenannten Fall kann anstelle eines Faches einer der folgenden Förderschwerpunkte studiert werden: Förderschwerpunkt Lernen, Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung, Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung, Förderschwerpunkt Sehen, Förderschwerpunkt Sprache und Kommunikation.

 

Die 180 Credits verteilen sich wie folgt:

  • Fach I: 68 Credits
  • Fach II: 68 Credits
  • Bildungswissenschaften: 30 Credits
  • DaZ (Deutsch für Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte): 6 Credits
  • Bachelorarbeit: 8 Credits

 

Förderschwerpunkte

Förderschwerpunkt Lernen (nur BK)

Der Förderschwerpunkt Lernen stellt die Vermittlung von Kompetenzen zur Diagnose und individuellen Förderung von Schüler_innen unter erschwerten Lern- und Lebenssituationen in inklusiven Settings und an Förderschulen in den Mittelpunkt. Schwerpunkte des Studiums bilden, neben grundlegenden Theorien und Modellen im Förderschwerpunkt Lernen, Didaktik und Methodik des Unterrichts in heterogenen Lerngruppen, insbesondere Konzepte zur inneren Differenzierung und des kooperativen Lernens, Diagnostik und individuelle Förderung, insbesondere in den Lernbereichen Sprache und Mathematik, sowie soziales Lernen, Berufsorientierung, neue Medien und geschichtliches und politisches Lernen.

 

Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung (nur BK)

Der Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung (FS ES) beschäftigt sich mit Störungen im emotionalen Erleben und sozialem Verhalten. Neben begrifflichen und konzeptuellen Grundlagen zielt das Studium auf die Vermittlung von wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen zu Erscheinungsformen und Diagnostik, Erklärungsmodellen sowie zu Prävention und Intervention von Störungen der sozialen und emotionalen Entwicklung in inklusiven Kontexten von Bildung/Erziehung, Arbeit und Gesundheit. Die Studierenden entwickeln insbesondere Kompetenzen in den Bereichen Beratung, Diagnostik, Unterricht, Förderung sowie Evaluation und wenden diese in (schul-)praktischen Zusammenhängen an.

 

Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung (BK, Gym/Ges)

Beeinträchtigungen der körperlichen und motorischen Entwicklung sind in Art und Schweregrad vielfältig. Sie wirken sich fast und immer auf grundlegende Lern- und Entwicklungsbereiche aus und können mit vielfältigen Folgen und Begleiterscheinungen in der Wahrnehmung, der Kommunikation und der Kognition verknüpft sein. Das Studium im Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung (FS KM) setzt sich differenziert mit den jeweiligen Umwelten auseinander. Spezifische Kompetenzen werden dabei zum Beispiel im Bereich der medizinischen Grundlagen, der unterstützten Kommunikation, der inklusiven Medienbildung, des Parasports und der Bewegung sowie bei der Gestaltung von Bildungsprozessen mit Schüler_innen mit komplexen Beeinträchtigungen oder mit lebensverkürzten Erkrankungen erworben.

 

Förderschwerpunkt Sehen (BK, Gym/Ges)

Der Förderschwerpunkt Sehen (FS S) beschäftigt sich mit Blindheit, Sehbeeinträchtigungen und visueller Wahrnehmung. Schwerpunkte im Studium sind Neurowissenschaften, Prinzipien der visuellen Wahrnehmung, funktionale Diagnostik des Sehens, Entwicklungs- und Aneignungsbedingungen bei Blindheit und differenter visueller Wahrnehmung, Selbstbestimmung, didaktischer Kompetenzen im Anfangsunterricht (Kulturtechniken) und in herausfordernden Unterrichtsfächern (Kunst, Sport, Naturwissenschaften). Spezifische Fragen inklusiven Unterrichts, Frühförderung von Kindern mit Blindheit und Sehbeeinträchtigung wie auch Themen von Sehverlust finden im Studium Berücksichtigung.

 

Förderschwerpunkt Sprache und Kommunikation (nur BK)

Der Förderschwerpunkt Sprache und Kommunikation (FS SK) fokussiert den sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf von Kindern und Jugendlichen, deren Erwerb der Sprach- und Kommunikationsfähigkeit so umfänglich beeinträchtigt  ist, dass diesem mit Hilfe allgemein pädagogischer Förderung nicht hinreichend entsprochen werden kann. Diese Beeinträchtigungen können spracherwerbsspezifisch sein oder als Folge intellektueller sowie sozio-kultureller Bedingungen entstehen. Ziele der sprachheilpädagogischen Intervention sind sowohl die Ermöglichung der sozialen Teilhabe in alltäglichen Sprachhandlungssituationen als auch die Nutzung von Sprache in unterschiedlichen Registern (wie Fachsprache und Bildungssprache) für den Aufbau und die Strukturierung von Wissen in allen schulischen Bildungsprozessen. Das Studium vermittelt grundlegende Einsichten in den Spracherwerb, mögliche Entstehungsbedingungen für dessen Beeinträchtigungen, sprachdiagnostische Verfahren sowie sprachheilpädagogische und evidenzbasierte Förderkonzepte. Darauf aufbauend werden Adaptionsmöglichkeiten dieser Konzepte auf unterschiedliche Fachdidaktiken sowie inklusive und exklusive Settings erarbeitet.

 

Praxisphasen

Im Bachelorstudium werden zwei Praktika abgeleistet:

  • fünfwöchiges Eignungs- und Orientierungspaktikum
  • vierwöchiges Berufsfeldpraktikum.

Studierende im Bachelor Lehramt für Berufskollegs müssen zusätzlich eine einschlägige fachpraktische Tätigkeit von 52 Wochen Dauer nachweisen.

 Das Lehrerausbildungsgesetz schreibt vor, alle praktischen Ausbildungselemente durch ein Portfolio zu dokumentieren. Das Portfolio Praxiselemente wird entsprechend vom Eignungs- und Orientierungspraktikum bis zum Abschluss des Vorbereitungsdienstes ausbildungsbegleitend geführt und ist verpflichtender Studienanteil im Rahmen der Lehrerausbildung. Die Studierenden sind eigenständig verantwortlich für die Ausarbeitung der Portfolioinhalte.

 

Credits, Studien- und Prüfungsleistungen

Der Studiengang ist modular aufgebaut. Zu Modulen sind Lehrveranstaltungen gebündelt, die inhaltlich in einem Zusammenhang stehen und denen eine festgelegte Zahl von Credits zugeordnet ist. Pro Semester können durchschnittlich 30 Credits, pro Studienjahr 60 Credits erworben werden. Credits werden erst nach dem Abschluss des jeweiligen Moduls vergeben.

 

Die Credits werden in studienbegleitender Form Studien- und Prüfungsleistungen erbracht.  Credits werden nur für nachgewiesene Studien- und Prüfungsleistungen vergeben, nicht jedoch für das formale Belegen einer Lehrveranstaltung.

Die jeweiligen Formate der Studien- und Prüfungsleistungen sind in der Regel im Modulkatalog und in den Prüfungsübersichten (beides ist im Studienbuch zu finden) vermerkt. Prüfungsleistungen werden benotet, für Studienleistungen wird keine Note vergeben.

 

Studien- und Prüfungsleistungen können zum Beispiel sein:

  • Klausuren
  • Mündliche Prüfungen, Referate/Präsentationen
  • Testierte Praktikumsleistungen
  • Portfolios
  • Vorträge auf der Basis schriftlicher Ausarbeitungen
  • Schriftliche Arbeiten, Hausarbeiten

 

Studien- und Prüfungsleistungen erfordern immer eine Anmeldung über das Online-Portal BOSS (www.boss.tu-dortmund.de). Die Anmeldung kann ab ca. 6 Wochen vor der jeweiligen Prüfung vorgenommen werden. Die genauen Anmeldetermine werden jeweils bekannt gegeben.

Prüfungsrelevante schriftliche Ausarbeitungen von Seminarvorträgen, Hausarbeiten etc. müssen bis spätestens bis zum Ende des Semesters (nicht der Vorlesungszeit!) eingereicht werden.

Bei Krankheit am Prüfungstermin ist der Prüfungsverwaltung der TU Dortmund Dez. 4 unverzüglich (bis spätestens 7 Tage nach dem Termin) ein Attest einzureichen. Andernfalls wird die Prüfung als Nicht-Bestanden gewertet. Bestandene Prüfungen können nicht wiederholt werden.

 

Für die Teilnahme an den Veranstaltungen ist eine Anmeldung über das elektronische Vorlesungsverzeichnis (LSF, www.lsf.tu-dortmund.de) erforderlich. Der Anmeldezeitraum wird rechtzeitig angekündigt.

Innerhalb eines Moduls kann aus inhaltlichen Gründen die Einhaltung einer bestimmten Reihenfolge der dazugehörigen Lehrveranstaltungen vorgeschrieben werden.

 

Bachelorarbeit

Die Bachelorarbeit kann entweder in einem Unterrichtsfach, in einer beruflichen Fachrichtung , in einer sonderpädagogischen Fachrichtung oder in den Bildungswissenschaften angefertigt werden.

Wird die Bachelorarbeit in einer sonderpädagogischen Fachrichtung angefertigt, kann sie ab dem fünften Semester oder nach Erreichen von 45 Credits geschrieben werden. Ihr Umfang sollte max. 50 Seiten (= 2.500 Anschläge pro Seite) betragen.

 

Alles Weitere zur Bachelorarbeit regelt § 22 BAPO.