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Projektjahr 2014/15

Projektdach 1 | Behinderung und Medien


Im Projektdach „Behinderung und Medien“ wird Medienbildung und Mediennutzung als Empowerment(praxis) im Horizont von Inklusion gedacht. Empowerment ist dabei grund-sätzlich an der Entwicklung und Entfaltung von individueller Handlungsmächtigkeit bzw. -fähigkeit im Spannungsfeld von Individuum und Gesellschaft orientiert; demzufolge sind Formen einer handlungsorientierten Medienbildung als Grundlage einer Empowermentpraxis zu fassen, welche mittels Medien(-arbeit) Bildungs- sowie Veränderungspotenziale auf Ebene des Individuums als auch auf Ebene von Gesellschaft freisetzt.

Projektgruppe 1.1: Unterstützte Kommunikation

Ein großer Teil der Arbeitnehmer_innen in WfbMs wie auch in Wohneinrichtungen für Menschen mit Behinderungen ist auf Unterstützung in der Kommunikation angewiesen. Zuverlässige Beratungs- und Qualifizierungsstrukturen, um Maßnahmen der Unterstützten Kommunikation anbieten zu können, sind aber noch nicht in allen Einrichtungen vorhanden.
Die Projektgruppe erfasst daher die Situation der UK Förderung in ausgewählten Einrichtungen von Bethel.regional bzw. der Arbeiterwohlfahrt in Dortmund und leitet daraus Empfehlungen ab, welche verbindlichen institutionellen Strukturen implementiert und welche Maßnahmen umgesetzt werden müssen, um ein adäquates Angebote zur Kommunikationsförderung gestalten zu können.


Projektgruppe 1.2: KinderKinoFest

Zum 30. Jubiläum des Kinderkinofests in Düsseldorf legt der LVR eine Veranstaltungsreihe "Kinderfilm inklusiv - unterwegs im Rheinland" auf, die über drei Jahre laufen soll. Es soll ein Veranstaltungspaket entwickelt werden, das durch das Rheinland tourt und über das Medium Film Raum für Begegnung und Austausch schafft. Die Veranstaltungen finden in Kinos, aber auch Bürgerhäusern, Schulen oder anderen Veranstaltungsorten statt. Begleitend zu den Filmvorführungen muss es durch niedrigschwellige Aktivitäten Raum zur Begegnung geben.
Dafür wird ein tragfähiges Konzept mit einer realistischen Zielsetzung, Bedingungen für die Veranstaltungen (Barrierefreiheit bei der Werbung und Veranstaltung), Ideen für Moderationen und begleitende medienpädagogische Aktivitäten etc. entwickelt.


Projektgruppe 1.3: Get Online Week

Europaweit machen eine Woche lang Bildungseinrichtungen, Stiftungen, Organisationen der Wohlfahrtspflege und öffentliche Einrichtungen auf die Vorteile digitaler Medien für Empowerment und Teilhabe aufmerksam. In Deutschland wird die „Get Online Week“ von der Stiftung digitale Chancen, Berlin, organisiert.
Die Projektgruppe organisiert die „Get Online Week“ im März 2015 in Dortmund und ist damit Teil einer europaweiten Kampagne. Sie erarbeitet ein Programm für diese Woche, so dass an fünf Tagen verschiedene Einrichtungen in Dortmund ihre Veranstaltungen zum Thema Medienkompetenz gemeinsam anbieten. Überdies geht sie Kooperationen mit Bildungseinrichtungen ein, bietet selber einen Kurs in einer der beteiligten Bildungs- und Kultureinrichtungen an und erzeugt in Dortmund Aufmerksamkeit für das Thema digitale Inklusion.


Projektgruppe 1.4: Barrieren finden, melden und abbauen

Trotz gesetzlicher Vorgaben (z.B. BGG, UN-BRK) und vieler Bemühungen den barrierefreien Zugang zu Ressourcen im Internet, zu Software und Bedienschnittstellen (Automaten) herzustellen, stoßen die Nutzer_innen mit Behinderungen in der Realität immer noch auf viele Barrieren. Damit werden sie nicht nur direkt an diesen konkreten Stellen, sondern in der Konsequenz oft von der sozialen und beruflichen Teilhabe exkludiert oder zumindest massiv behindert. Aus diesem Grund betreibt die „Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung und ihren Angehörigen“ (BAG Selbsthilfe) als großer Dachverband von Selbsthilfeorganisationen in diesem Bereich eine Meldestelle. Hier finden Menschen, die auf Barrieren stoßen, eine Ansprechstelle. Sie können die Barrieren gezielt melden und so den Anstoß für die Beseitigung geben. Die BAG Selbsthilfe nimmt die Meldungen auf, untersucht die Problemlagen und versucht Abhilfe zu schaffen. Sie spricht die Betreiber gezielt an und strebt eine Beseitigung der Barrieren an.
Die Projektgruppe lernt im Projektstudium die Barrieren für unterschiedliche Behinderungsarten, die Meldevorgänge und Bearbeitungsschritte kennen und entwickelt in Kooperation mit der BAG Selbsthilfe als Partner des Projektes auf rehabilitationswissenschaftlicher Grundlage prozessunterstützende Maßnahmen.




Projektdach 2 | Früherkennung und frühe Förderung


Das Projektdach „Früherkennung und frühe Förderung“ befasst sich mit der Prävention von Entwicklungs-, Lern- und Verhaltensproblemen im Vorschulalter. Dabei umfasst das Themendach zwei Schwerpunkte: (1) die Früherkennung von Entwicklungs-, Lern- und Verhaltensproblemen von Kindern im Vorschulalter und (2) die frühe Förderung von gefährdeten Kindern.


Projektgruppe 2.1: Interdisziplinäre Vernetzung und Erziehungspartnerschaft

Eine Grundvoraussetzung für eine gezielte und effektive Förderung im Vorschulalter besteht darin, dass Entwicklungsgefährdungen der Kinder frühzeitig erkannt werden. Dies ermöglicht es, durch gezielte Förder- und Unterstützungsmaßnahmen Störungen der kindlichen Entwicklung vorzubeugen und damit die Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen in der Schule zu verbessern.
Bei der Auseinandersetzung mit diesem Themenschwerpunkt sollen folgende Themen miteinbezogen werden:

  • Die Rolle der Früherkennung in Prävention und Gesundheitsförderung
  • Konzeptionelle und methodische Grundlagen der Früherkennung
  • Motivationale Voraussetzungen der Früherkennung
  • Praxis der Früherkennung

Die Maßnahmen der Früherkennung, Prävention und Gesundheitsförderung sind nur in einer partnerschaftlichen Kooperation sowohl mit anderen Institutionen und als auch mit den Eltern erfolgreich.
Wichtige Eckpfeiler einer Prävention und Gesundheitsförderung, die auf die Inklusion der wachsenden Zahl von Kindern aus Familien mit eingeschränkten materiellen, sozialen und bildungsbezogenen Ressourcen gerichtet ist, sind Einnahme einer Akteursperspektive, die Niedrigschwelligkeit der Angebote und die Sozialraumorientierung, die darauf abzielt, die Verhältnisse zu schaffen, die es den Familien ermöglichen, sich an den Maßnahmen zu beteiligen.
Mögliche Ansatzpunkte für die Projektgruppe für die Erarbeitung tragfähiger Fragestellungen zur Prävention und Gesundheitsförderung im Vorschulalter sind:

  • Bildungs- und Entwicklungsdokumentation in der Kita
  • Interkulturelle Öffnung
  • Case Management
  • Förderung des Gesundheitsverhaltens



Projektgruppe 2.2: Praxis der Früherkennung in Kindertagesstätten

Die Bereitschaft zu gesundheitsförderlichem Verhalten ist von komplexen kognitiven und affektiven Bewertungsprozessen abhängig, die mitentscheidend dafür sind, sich z. B. gesundheitsbewusst zu ernähren, Risikoverhalten (z. B. Alkoholkonsum, Rauchen) zu reduzieren oder Gesundheitsvorsorge zu betreiben.
Aus den motivationalen Prozessen gesundheitsbewussten Verhaltens ergeben sich konkrete Ansätze zur Optimierung von Programmen zur Prävention und Gesundheitsförderung.
Bei der Beschäftigung mit den motivationalen Prozessen gesundheitsbewussten Verhaltens am Beispiel der Früherkennung kann die Projektgruppe an folgende Fragen anknüpfen:

  • Welche Erwartungen (Hoffnungen, Befürchtungen) haben die Beteiligten (Eltern, Kinder, Erzieherinnen, Lehrkräfte) in Bezug auf die Früherkennung?
  • Wovon hängt die Akzeptanz der Früherkennung ab?
  • Welche Faktoren beeinflussen die Bereitschaft, Früherkennungsmaßnahmen in Anspruch zu nehmen?
  • Wie können Einstellungen zur Früherkennung verbessert werden?
  • Wie kann die Bereitschaft zur Inanspruchnahme von Früherkennungsmaßnahmen gesteigert werden?

Projektbericht 2.2 - Praxis der Früherkennung in Kindertagesstätten


Projektgruppe 2.3: STEPPINGS STONES TRIPLE P – Eine Erhebung des Ist-Zustands im Hinblick auf Geschwister von Kindern mit Behinderung

Die interdisziplinäre Frühförderung definiert sich als eine besondere Fördermaßnahme für behinderte und von Behinderung bedrohte Kinder sowie eine spezifische Beratungsleistung für deren Familien. Sie richtet sich somit an einen bestimmten Personenkreis, arbeitet mit speziellen Methoden und wird überwiegend durch besondere Einrichtungen erbracht. Kinder, die unter Entwicklungsverzögerungen, -störungen oder Behinderungen leiden, stellen immer auch eine besondere Herausforderung an die Familie dar.
Stepping Stones Triple P ist ein verhaltenstherapeutisch orientiertes Elterntraining, welches sowohl präventiv als auch als Intervention bei kindlichen Verhaltensauffälligkeiten oder Erziehungsproblemen, sowie zur Förderung der kindlichen Entwicklung in Familien mit behinderten Kindern eingesetzt werden kann.
Bei der Auseinandersetzung mit diesem Themenschwerpunkt sollen folgende Themen miteinbezogen werden:

  • Warum frühe Förderung von entwicklungsgefährdeten Kindern?
  • Grundlagen der verhaltenstherapeutisch orientierten Familienintervention
  • Was ist Stepping Stones Triple P?
  • Stepping Stones Triple P in der Praxis






Projektdach 3 | Teilhabe- und Inklusionsforschung


Im Projektdach werden Geschichte – Theorie – Empirie – Praxis der Teilhabe- und Inklusionsforschung aufgegriffen und in Projekte mit regionalem wie nationalem Stellenwert überführt.


Projektgruppe 3.1: Geschichte der Behindertenbewegung

Seit mindestens 10 Jahren wird in Deutschland von einem Paradigmenwechsel in Behindertenpolitik und -hilfe gesprochen mit der Unterzeichnung der UN-BRK als historischem Höhepunkt. Sehr häufig werden "die Behindertenbewegung" oder auch die "sogenannte Krüppelbewegung" für diesen Paradigmenwechsel von fremdbestimmender Fürsorge hin zu gleichberechtigter Teilhabe als ursächlich benannt. Die Ziele "Teilhabe verwirklichen, Selbstbestimmung ermöglichen, Gleichstellung durchsetzen" werden auf Forderungen einer Behindertenbewegung der letzten 40 Jahre zurückgeführt.
Die Projektgruppe untersucht die Fragen:

  • Gab oder gibt es die/ eine Behindertenbewegung?
  • Was macht die Behindertenbewegung aus?
  • Was oder wer ist die Krüppelbewegung?
  • Wer sind oder waren die Akteure dieser Bewegung oder Bewegungen? Wer waren oder sind Aktivisten und Aktivistinnen?
  • Was waren ihre Ziele? Lassen sich gemeinsame Strategien ausmachen?
  • Welche Ereignisse werden – auch im Rückblick – als bedeutend erachtet?


Im Projekt werden:

  • Quellen über lokale Behinderteninitiativen gesucht
  • Quellen für überregionale Aktivitäten der Behindertenselbsthilfe gesichtet
  • Selbstdarstellungen von Organisationen der Behindertenselbsthilfe ausgewertet
  • Experteninterviews geführt und Zeitzeugenaussagen erschlossen
  • Zeitzeugen, auch Aktivisten und Aktivistinnen befragt
  • Ergebnisse dieser historischen Forschung für Studierende und für andere Interessierte aufbereitet




Projektgruppe 3.2: Teilhabebericht national

In dem Projekt wird ein nationaler Bericht zur Teilhabesituation von Menschen mit Behinderungen in Deutschland erstellt.
Hintergrund ist, dass im Rahmen der Umsetzung der UN-Behindertenrechtrechtskonvention in Deutschland regelmäßige kritische und fundierte Berichte erstellt werden müssen, die den aktuellen Stand der Teilhabe und Inklusion von Menschen mit Behinderungen abbilden. Ein wichtiger Baustein hierfür ist der sogenannte nationale „Teilhabebericht“. Die bisherige Berichterstellung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales wurde in den letzten Jahren kritisiert und zu verbessern versucht. Es gab bereits einen umfangreicheren Teilhabebericht in 2011 und dieser soll nun in den nächsten Jahren fortgeschrieben und weiter entwickelt werden. Dabei sollen auch neue Informationen und Daten ausgewertet und einbezogen sowie die Indikatoren weiterentwickelt werden. Außerdem sollen Erkenntnisse aus einer noch zu erstellenden bundesweiten großen Befragung von Menschen mit und ohne Behinderungen eingebaut werden.
Studierende erstellen in dem Projekt einen eigenen wissenschaftlich fundierten und kritischen Teilhabebericht. Sie erlernen und erarbeiten sich alle wichtigen Kenntnisse und Fertigkeiten, um dies realisieren zu können und werden dabei durch die Lehrenden intensiv unterstützt.




Projektgruppe 3.3: Aktionsplan "inklusives Castrop-Rauxel"

Die Projektgruppe analysiert in Kooperation mit der Stadt Castrop-Rauxel die Möglichkeiten zur Umsetzung von Inklusion auf kommunaler Ebene und führt in diesem Rahmen ein Pilotprojekt im Stadtteil Rauxel durch. Hierbei werden die Bürger_innen aktiv partizipiert mit dem Ziel, ihre Wünsche und Bedarfe hinsichtlich der inklusiven Gestaltung ihres Stadtteils zu ermitteln.
Zum methodischen Vorgehen gehören sowohl leitfadengestützte Interviews als auch der Aktionstag „Inklusion – eine Illusion?“ am 14. Juni 2015 in der Waldschule. So kann anhand der Ergebnisse der Bedarfsanalyse eine Handlungsempfehlung für den weiteren Verlauf des Projektes „Kommunaler Aktionsplan Inklusion“ erstellt werden, die einerseits auf weitere Stadtteile anwendbar ist und sich andererseits konkret auf das Vorgehen der Projektakteure beziehen.

Projektbericht 3.3 - Inklusives Castrop-Rauxel



Nebeninhalt

Professorale Begleitung:   

Jun.-Prof. Dr. Ingo Bosse



Verantwortliche Wiss. Mitarbeiterinnen im Projektjahr 2014/15:

Anne Pferdekämper

Anne Walther



Kontakt:        

TU Dortmund

Fakultät Rehabilitationswissenschaften

Projektbüro

Emil-Figge-Str. 73 | Raum 125

44227 Dortmund

0231 - 755 4561

projektbuero.fk13@tu-dortmund.d