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Projekt Trägerübergreifendes Persönliches Budget

Wissenschaftliche Begleitforschung der Modellprojekte "Trägerübergreifendes Persönliches Budget"  

 

Forschende Institutionen:

TU Dortmund
Fakultät Rehabilitationswissenschaften
Rehabilitationssoziologie
Univ.-Prof. Dr. rer. soc. Elisabeth Wacker
Emil-Figge-Str. 50

44227 Dortmund

Tel.: +49 231 755-4553
E-Mail:

 

in Kooperation mit  

Universität Tübingen, Zentrum zur interdisziplinären Erforschung der Lebenswelten behinderter Menschen (Z.I.E.L.)
Dr. Heidrun Metzler

und

Pädagogische Hochschule Ludwigsburg, Fakultät für Sonderpädagogik Reutlingen  
Prof. Dr. Rainer Trost

 

Projektleitung:

Dr. Heidrun Metzler (Universität Tübingen)

Univ.-Prof. Dr. rer. soc. Elisabeth Wacker (TU Dortmund)

Prof. Dr. Rainer Trost (PH Ludwigsburg)

 

Auftraggeber, Kostenträger:  

Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung, Bonn

 

Laufzeit:

01.10.2004 - 30.06.2007

 

Projektmitarbeiterinnen und Projektmitarbeiter:

Dr. Markus Schäfers (TU Dortmund)
E-Mail:

Dr. Gudrun Wansing (TU Dortmund)
E-Mail:

Christine Rauscher (Universität Tübingen)

 

Ausgangslage

Mit der Einführung des Sozialgesetzbuches IX im Jahre 2001 wurde in Deutschland die rechtliche Grundlage dafür geschaffen, dass Menschen mit Behinderung anstelle von Sachleistungen ein Persönliches Budget (Geldleistung) in Anspruch nehmen können (§ 17 Abs. 2 SGB IX).
Das Persönliche Budget ist ein pauschaler Geldbetrag, der sich an den individuellen Hilfebedarfen orientiert und Menschen mit Behinderung ermöglicht, die erforderlichen Unterstützungsleistungen in eigener Verantwortung "einzukaufen" bzw. zu organisieren.
Dadurch sollen die Selbstbestimmungsmöglichkeiten und Steuerungschancen von Menschen mit Behinderung in Bezug auf ihre Lebensgestaltung erhöht und die Erbringung von Leistungen insgesamt wirksamer und wirtschaftlicher gestaltet werden.
Sind im Einzelfall mehrere Leistungsträger beteiligt, kann ein Persönliches Budget leistungsträgerübergreifend ("wie aus einer Hand") erbracht werden. Dies macht im stark gegliederten deutschen Rehabilitationsrecht eine Kooperation der beteiligten Leistungsträger sowie eine Koordination der Leistungen erforderlich.

Da in Deutschland insgesamt bislang noch wenig Erfahrungen mit der Ausgestaltung Persönlicher Budgets vorliegen, sieht der Gesetzgeber Modellerprobungen zum "Trägerübergreifenden Persönlichen Budget" vor, bevor es im Jahre 2008 ein Rechtsanspruch auf ein Persönliches Budget geben soll. Hierbei sollen insbesondere modellhaft Verfahren zur Budgetbemessung und die Weiterentwicklung von Angebotsstukturen unter wissenschaftlicher Begleitung und Auswertung erprobt werden.

Inhalte und Ziele:

Das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung hat den Forschungsverbund bestehend aus den Universitäten Tübingen (Z.I.E.L.), Dortmund (Rehabilitationssoziologie) und der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg (Fakultät für Sonderpädagogik in Reutlingen) mit der Begleitforschung der Modellprojekte "Trägerübergreifendes Persönliches Budget" beauftragt.

Ziel der wissenschaftlichen Begleitforschung ist es, förderliche und hinderliche Bedingungen für die Leistungserbringung in Form eines Persönlichen Budgets zu identifizieren und hieraus praxisnah Handlungsempfehlungen für den Gesetzgeber, die Leistungsträger und Leistungserbringer abzuleiten.

Die Aufgaben der wissenschaftlichen Begleitforschung liegen darin,

  • In den 14 Modellregionen die Planung und Umsetzung der Erprobungen zu begleiten und beratend zu unterstützen.
  • Den Austausch zwischen den Modellregionen zu gewährleisten. Dazu werden in regelmäßigen Abständen Workshops und überregionale Arbeitstreffen organisiert. Darüber hinaus wird eine Kommunikationsplattform im Internet geschaffen, die auch die Information über die Modellregionen hinaus gewährleisten soll.
  • Die Wirkungen (Trägerübergreifender) Persönlicher Budgets zu analysieren und zu bewerten. Diese Evaluation richtet ihr Augenmerk auf die Lebenssituation der Budgetnehmer/innen und ihr soziales Umfeld, die Verwaltungsabläufe sowie Entwicklungen der regionalen Dienstleistungsstrukturen.

 

Modellregionen:

Die Modellprojekte finden in insgesamt 14 Modellregionen in acht Bundesländern statt. Aufgabe in den Modellregionen vor Ort ist es, für die Umsetzung Persönlicher Budgets erforderliche Rahmenbedingungen (Verwaltungsverfahren, Unterstützungsangebote, Beratung usw.) zu gestalten, um etwa 50 Menschen mit Behinderung pro Region Persönliche Budgets zu ermöglichen.

Die Universität Dortmund begleitet die Modellregionen

  • Düsseldorf, Bielefeld (Nordrhein-Westfalen),
  • Landkreis Trier-Saarburg, die Stadt Trier, Bernkastel-Wittlich (Rheinland-Pfalz),
  • Kreis Segeberg, Kreis Schleswig-Flensburg (Schleswig-Holstein).

 

Die Universität Tübingen begleitet die Modellregionen

  • München, Mittelfranken (Bayern),
  • Groß-Gerau, Marburg-Biedenkopf (Hessen),
  • Magdeburg mit ausgewählten Landkreisen (Sachsen-Anhalt),
  • Gera (Thüringen),
  • Friedrichshain/Kreuzberg (Berlin).

 

An der PH Ludwigsburg-Reutlingen sind die Aufgaben der Konzeption und der Auswertung der quantitativen und qualitativen Datenerhebungen gebündelt.

 

Methoden

  • Verlaufsdokumentation von der Antragstellung bis zur Bewilligung (bzw. Ablehnung) eines Persönlichen Budgets
  • Schriftliche und mündliche Befragung von Menschen mit Behinderung, ggf. Angehörigen und gesetzlichen Betreuer/innen
  • Schriftliche Befragung von Leistungsträgern und Dienstleistungsanbietern
  • Beratung und Begleitung der regionalen Arbeitskreise und Dokumentation
  • Wissenstransfer in überregionalen Arbeitskreisen, Workshops, Internet-Plattform

 

Kontaktadressen

TU Dortmund
Fakultät Rehabilitationswissenschaften
Rehabilitationssoziologie
Emil-Figge-Straße 50

44221 Dortmund

 

Universität Tübingen
Zentrum zur interdisziplinären Erforschung der Lebenswelten behinderter Menschen
Dr. Heidrun Metzler
Nauklerstr. 37a

72074 Tübingen

Tel.: +49 7071 2975313
Fax.: +49 7071 922867

E-Mail:

 

Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
Fakultät für Sonderpädagogik
Prof. Dr. Rainer Trost
Postfach 2344

72713 Reutlingen

Tel.: +49 7121 271269
Fax.: +49 7121 271244
E-Mail:

 

Links

Projekt "Persönliches Budget und Lebensqualität" (PerLe 2)

Projekt "Personenbezogene Unterstützung und Lebensqualität" (PerLe) (abgeschlossen)