Rehabilitation bedeutet, durch geeignete Maßnahmen und Strukturen die Teilhabe („participation“) am gesellschaftlichen Leben für Menschen, die mit Behinderung leben oder von Behinderung bedroht sind, zu ermöglichen. Darauf zielen alle wissenschaftlichen Aktivitäten der Fakultät Rehabilitationswissenschaften mit ihrem gesamten interdisziplinären Ausbildungs- und Wissenschaftsprofil. Zugleich verfügt die Rehabilitationswissenschaft auch über reichhaltige Kompetenz, um ganzheitlich und nachhaltig mit den neuen Aufgaben, die sich durch eine zunehmend alternde Bevölkerung und eine entsprechend wachsende Personenzahl, die mit Einschränkungen lebt, zu stellen. Der Bereich der sozialen und beruflichen Rehabilitation ist in den letzten Jahren im Zusammenhang mit aktuellen Entwicklungen im Bildungs- und Gesundheitswesens von einem nachhaltigen Paradigmenwechsel geprägt, der durch die Begriffe „Ressourcenorientierung“ und „Bio-psycho-soziale Haltungen“ gekennzeichnet ist und neue Sichtweisen auf Gesundheit und mit Gesundheit zusammenhängende Komponenten impliziert. Die komplexen und sich ständig verändernden Problemlagen im Gesundheits- und Rehabilitationssystem erfordern zudem auch zunehmend theorie- und wissenschaftsgeleitetes Handeln von den Professionellen.