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Lehrgebiet Rehabilitation und Pädagogik bei Lernbehinderungen

Lehrstuhl

Prof. Dr. Franz Wember

 

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Dr. Thomas Breucker

Annika Girulat

Daniela Hoppe

Felix Ostermann

 

Informationen zum Fach

Lernbehinderungen entstehen in Folge unzureichender Passung zwischen schulischen Lernanforderungen und den aktuellen Lernvoraussetzungen einzelner Lernender. Sie zeigen sich in langandauernden, umfänglichen und schwerwiegenden Lern- und Leistungsausfällen, welche die betroffenen Lernenden und ihre Eltern und Erziehungsberechtigten ebenso belasten wie die Klassengemeinschaft und die Lehrpersonen. Ohne gezielte und intensive Förderung droht diesen Kindern und Jugendlichen Schulversagen.

Kinder und Jugendliche mit Lernbehinderungen machen mehr als die Hälfte aller Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf aus. Sie können integrativ im Gemeinsamen Unterricht oder in Förderklassen und in Förderschulen beschult werden. Sie brauchen unabhängig vom Lernort einen Unterricht, der gezielt auf ihre individuellen Stärken und Schwächen angelegt ist, in lebensbedeutsam zentralen Lernbereichen intensive Hilfen gewährt und den Heranwachsenden emotionale Ermutigung und soziale Unterstützung gewährt.

 

Schwerpunkte in Forschung und Lehre

Unterricht für Lernende mit Lernbehinderungen ist zu verstehen als intensiver und hochgradig individualisierter Unterricht unter erschwerten Bedingungen, der im Spannungsfeld von Lern- und Entwicklungspsychologie, Didaktik und Methodik des Unterrichts und Fachdidaktik geplant, realisiert und reflektiert sein will. Zentrale Fragestellungen sind:

  • Maßnahmen zur Prävention von Lernversagen an der Allgemeinen Schule,
  • Diagnostische Verfahren zur Ermittlung des individuellen sonderpädagogischen Förderbedarfs,
  • Entwicklung, Fortschreibung und Revision individueller Förderpläne,
  • Differenzierung der Inhalte und Methoden des Unterrichts durch dessen Öffnung und durch bewusst strukturierte Lernarrangements,
  • Inhalte und Methoden der individuellen Leistungsförderung durch Vermittlung von allgemeinen Lernstrategien und durch spezifische Förderung in den Kulturtechniken und in ausgewählten Lernbereichen,
  • Methoden der Beratung von und Kooperation mit Lernenden, Eltern und Lehrpersonen
  • Praxisbegleitende Evaluation und Qualitätssicherung im Einzelfall durch kontrollierte Unterrichtspraxis und Methoden der Einzelfallforschung.

Durchgängig werden die Anforderungen thematisiert, die sich aus den Lernorten Allgemeine Schule und Förderschule und aus den Aufgaben Klassenunterricht und individuelle Förderung in Einzelarbeit und Kleingruppen ergeben.